Hintergründe zu Cannabis 2018-07-16T17:20:31+00:00
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Cannabis – eine Pflanze stellt sich vor

Hanf oder auch Cannabis genannt, gehört zur Familie der Cannabaceae welcher auch der Hopfen angehört und allen Bier Liebhabern Freude bereitet. Hanf ist eine zweihäusige Pflanze, die Merkmale an männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen aufweist und somit als männliche bzw. weibliche Pflanze unterschieden wird. Zudem gibt es keine Pflanze die so effektiv das Sonnenlicht zum Wachstum nutzt wie Cannabis. Über mehrere Jahrtausende war Hanf einer der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit. Kleidung, Medizin, Seile, Papier und Öl wurde aus der wertvollen Pflanze gewonnen und war nicht nur in Europa unabdingbar, sondern auch China schwor auf die Nutzpflanze. Durch den technischen Fortschritt, Mitte des 18 Jahrhunderts, wurde die Pflanze jedoch, unter anderem durch den Rückgang der Segelschiffe und die Mechanisierung der Baumwollspinnerei, stark vom Markt verdrängt und musste bis Mitte der 90er Jahre auf neue Aufmerksamkeit warten.

Die Blüten setzt man für den Freizeitgebrauch, aber auch medizinisch ein. Sie werden geraucht.

Aus dem Harz der Pflanze wird Haschisch gepresst. Es wird ebenfalls geraucht, aber nicht für Medizinische Zwecke eingesetzt.

Cannabisöl wird auch oft medizinisch eingesetzt. Viele verdampfen es in einem Vaporizer.

Bedrocan ist eines der gängigen Cannabismedikamente. Hanfwirkstoffe können als Spray, Saft und in Form von Tabletten eingenommen werden.

Anwendungsbereich

Die größte Aufmerksamkeit genießt Cannabis, neben dem zum größten Teil noch illegalen Rauschmittelgeschäft, in der Medizin. Bei chronischen Schmerzen, neurologischen Erkrankungen, psychischen Erkrankungen, chronischen Krankheiten wie Rheuma und bei Patienten mit Krebs oder HIV findet die Pflanze bereits Anwendung und sorgt dafür, dass Menschen wieder einen erträglichen Alltag erleben können. Dass sich immer mehr Menschen für eine Cannabistherapie entscheiden liegt auch daran, dass diese seit dem 10. März 2017 von den Krankenkassen übernommen wird. Davor konnte es zwar verschrieben werden, die kosten trug der Patient allerdings selbst. Wir von Cannabis Diamonds gehen davon aus, dass der Umgang, mit der meist nur als Droge bekannten Pflanze, sich bald normalisieren wird und wie diverse Schmerzmittel eine natürliche Alternative darstellt, die vom Arzt empfohlen wird.

Edibles

Nicht nur die Medizin hat diesen Markt endlich erkannt! Weitere Sparten haben sich aufgetan und schießen geradezu aus dem Boden. Mode, Nahrungsmittel, Accessoires und Kosmetik, um nur einige zu nennen, finden immer mehr Interesse und Anklang. Die Branche wächst und wächst und erlebt geradezu einen Hype. Edibles ist der Überbegriff für all die Produkte die aus der gefragten Pflanze hervorgebracht werden und wir sind uns sicher, dass schon bald viele Einkaufsregale damit gefüllt sein werden.

Marktsituation

Durch diese zunehmende Beliebtheit steigt natürlich auch die Nachfrage die gedeckt werden möchte. Im folgenden Chart sehen Sie ein kanadisches Beispiel über die Entwicklung der steigenden Nachfrage.

Der rasante Anstieg von 27 % bis zum Jahr 2020 ist nur schwer zu übersehen. Allerdings liegt das nicht unbedingt an der medizinischen Nachfrage, welche zwar auch wächst aber überschaubar bleibt, nein, die private Verwendung von Cannabis lässt die Nachfrage explodieren. Der größte Schub wird im Jahr 2018 erwartet, dies hat auch einen Grund. Am 1. Juli 2018 soll Cannabis in Kanada legalisiert werden. 30 Gramm pro Person wird jeder Kanadier über 18 Jahren mit sich führen dürfen und hat die Möglichkeit, maximal 4 Pflanzen Zuhause anzubauen. Import und Export Geschäfte bleiben weiterhin verboten, allerdings wird der Cannabis-Tourismus anziehen. Denn auch Touristen sollen in Kanada völlig frei und entspannt konsumieren dürfen. Bezüglich Steuern und weiteren Kosten wird zunächst zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung getroffen. Eins steht jedoch fest, sollte Kanada ihr Konzept erfolgreich umsetzen können, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Staaten dem Beispiel folgen werden und den Markt weiter ankurbeln.

Legalisierung

Nicht nur Kanada ist für eine komplette Legalisierung. Uruguay war einer der Vorreiter, die Cannabis im Jahr 2013 komplett legalisierten und nach anfänglichen Schwierigkeiten mehr und mehr Registrierungen von Menschen über 18 Jahren zählen dürfen. Auch die USA befindet sich allmählich im Cannabiswandel, so ist in mindestens 8 von 50 Bundesstaaten der Umgang mit Marihuana weitgehend legalisiert. Florida, Arkansas und North Dakota bewilligen den Konsum des medizinischen Marihuanas, während Kalifornien, Nevada und Massachusetts die volle Legalisierung befürworten. In Oregon, Colorado und Alaska wurde es in den letzten Jahren schon zugelassen. Generell ist der Einsatz in der Medizin in bereits 25 US-Staaten legal. Es wird darauf spekuliert, dass eine weitere Legalisierung im Bundesstaat Kalifornien, die landesweite Legalisierung auslösen könnte. Mit Cannabis ausschließlich auf Rezept, hinkt Deutschland dem Thema noch etwas hinter her. Das erst im März verabschiedete Gesetz wird vorerst das Einzige sein, was Deutschland zu diesem Thema zu bieten hat. Allerdings könnte sich das bereits im Jahr 2019 ändern. Doch dazu später mehr.

Aktienmarkt

Das ganze Geschehen rund um Cannabis spiegelt sich natürlich auch im Aktienmarkt wieder. Neue Unternehmen, gerade aus Kanada, versuchen nun in der Welt der Hot-Stocks Fuß zu fassen. Heiß diskutierte Foren, neue Investments und verschiedene Geschäftsmodelle sorgen für ordentlich Aufmerksamkeit und Gesprächsstoff. Marihuana scheint nicht nur Konsumenten zu benebeln, sondern auch den kompletten Aktienmarkt auf den Kopf zu stellen. Es beginnt das große Orientieren, Lesen und Informieren wie man am besten mit diesem Hype umzugehen hat. Worauf kommt es an, was ist wichtig, hinter welchem Unternehmen steckt das nötige Potenzial, um am Markt langfristig zu bestehen. Jede Menge Fragen die Antworten suchen. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, diese Fragen zu beantworten. Die Redakteure von Cannabis Diamonds werden versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, um Investoren zu helfen, sich richtig am Aktienmarkt zu positionieren.

Die Top 3

Die aktuelle Nummer 1 der Cannabis-Branche, Canopy Growth, erzielt durchschnittliche Verkaufserlöse von 7,16 CAD. Die Kosten pro Gramm Cannabis liegen derzeit bei 9,11 CAD. Das macht nach Adam Riese einen operativen Verlust von -3,71 CAD, den der Big Player vertreten muss. Canopy Growth kommt auf eine derzeitige Produktionsfläche von rund 1,3 Mio. Quadratfuß (120.000 m²) und erzielt einen Börsenwert von 1.477 Mio. CAD, das sind umgerechnet 991 Mio. EUR. Dies wiederum entspricht einem durchschnittlichen Börsenwert pro Quadratfuß von 1.158 CAD.

Auf Platz 2 des Cannabis Sektors befindet sich Aphria Inc. Mit einer Produktionsfläche von 1,25 Mio. Quadratfuß (116.128 m²) erzielt Aphria eine Marktkaptalisierung von 768 Mio. CAD also 516 Mio. EUR. Pro Quadratfuß Projektfläche wäre das ein Börsenwert von 614 CAD. Aphria waren die Ersten, die ein Quartal in diesem Sektor mit einem Nettogewinn von 0,01 CAD pro Aktie verzeichnen konnten.

Aurora Cannabis weist bereits seit einigen Quartalen ein ordentliches Umsatzwachstum vor.  Wir haben die bisherigen Daten des Fiskaljahres 2017 (endet am 30.06.) zusammengestellt. Der Umsatz im 1. Quartal (per 30.09.2016) betrug 3,1 Mio. CAD. Im 2. Quartal (per 31.12.2016) erhöhte er sich bereits auf 3,9 Mio. CAD. Für das 3. Quartal (per 31.03.2017) wies das Unternehmen einen Umsatz von knapp 5,2 Mio. CAD aus. Nachdem für die beiden ersten Quartale des aktuellen Geschäftsjahres noch Verluste in Höhe von -5,6 Mio. CAD (Q1) und in Höhe von -2,7 Mio. CAD (Q2) ausgewiesen wurden, erzielte das Unternehmen im 3. Quartal einen kleinen Nettogewinn in Höhe von 0,1 Mio. CAD. Daher sichert sich Aurora Platz 3 unseres Rankings.

Anbau Kriterien

Ein Unternehmen, mit der Idee Cannabis anzubauen und zu verkaufen, muss auf dem Weg zum Erfolg einige Hürden überwinden, um erfolgreich zu sein. Das Unternehmen durchläuft zunächst verschiedene Phasen und strenge Kontrollen. Der erste Schritt bedarf einer Anbaulizenz, um die man sich bewerben kann. Erst nach etlichen streng durchgeführten Prüfungen und Kontrollen wird eine solche Lizenz ausgestellt und erlaubt es dem jeweiligen Unternehmen, Cannabis anbauen zu dürfen. Bis zur Erteilung einer Verkaufslizenz muss quasi derselbe Weg noch einmal durchlaufen werden. Erst dann beginnen die Unternehmen meist mit der Entwicklung ihrer eigenen Marken und versuchen diese dann erfolgreich zu platzieren. Durch die strenge Bewachung während der Anbauphase wird sehr darauf geachtet, qualitativ hochwertiges Cannabis anzubauen. Riesige Belüftungs-, Bewässerungs- und Klimaanlagen sollen das Wetter auf natürlichste Art simulieren, um am Ende ein hochwertiges Produkt zu Ernten.

Deutschland und das neue Grün

Derzeit steht Deutschland dem Thema Cannabis noch mit Skepsis und Vorsicht gegenüber. Doch auch hier fängt es allmählich an zu brodeln. Das bereits erwähnte Gesetz, zur Legalisierung von medizinischem Cannabis, war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die dadurch rasant steigende Nachfrage soll erstmals, durch legal gezüchteten Cannabis in Deutschland, bereits im Jahr 2019 abgedeckt werden. Die Bundesregierung sieht vor bis zum Jahr 2022 rund 2.000 kg im Jahr, in sogenannten Indoor-Plantagen, zu ernten. Das Bewerbungsverfahren für dieses Vorhaben endete bereits am 5. Juni 2017. Wer sich letztendlich Hanfbauer nennen darf entscheidet sich allerdings erst im Dezember 2017. Doch schon die Anforderungen an die Bewerber scheinen schwer erfüllbar, was das Ganze wieder unnötig kompliziert und umständlich macht. Wer bisher bereits illegal die Pflanze züchtete, wird trotz Erfahrung, vom Bewerbungsverfahren ausgeschlossen. Zudem muss der Bewerber nachweisen können, dass er bereits 200 kg der Blüten auf legalem Weg, in der Vergangenheit anbaute. Durch diesen Widerspruch wird wohl kaum ein deutscher Bürger oder Unternehmen in der Lage sein, sich überhaupt Bewerben zu können. Es sei denn, er sammelte die nötige Erfahrung im Ausland, in Ländern wie Kanada, Uruguay, Holland oder den USA.

Diese Cannabissorten sollen

in Deutschland angebaut werden

Investmentmöglichkeiten

Prinzipiell ist es natürlich möglich, einfach in Aktien eines ausgewählten Unternehmens zu investieren und dessen hoffentlich glorreichen Aufstieg zu feiern. Doch wer ist der nächste Big Player? Auf welches Pferd soll man setzen? Ein Investment in ein frühes Unternehmen dieser Branche, kann natürlich einen riesigen Hebel haben und Gewinne können schnell generiert werden. Doch auch die andere Richtung ist möglich und sollte immer im Hinterkopf gespeichert sein. Unfassbare 50.000 % Gewinn konnten Investoren der ersten Stunde bei Canopy Growth einstreichen, nur um ein Beispiel zu nennen, was in diesem frühen Stadium der Branche bereits möglich war. Dennoch bleibt ein Investment in diesem Sektor risikoreich und sollte mit Bedacht gewählt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Investition sind die sogenannten ETF`s. Ähnlich wie ein Fond investiert man hier nicht in ein einzelnes Unternehmen, sondern eher in einen Topf ausgewählter Firmen an denen das ETF prozentual beteiligt ist. Hier besteht einfach die Möglichkeit, mehrere Bereiche der Cannabisbranche, mit nur einem Investment abzudecken. Natürlich werden hier die Renditen äußerst schmäler ausfallen, was aber auch die Verluste betreffen könnte.